Menschen, die unter einer Sehschwäche leiden, benötigen eine Sehhilfe. Schon das Autofahren wäre ein großes Risiko, wenn man auf eine Sehhilfe verzichtet, denn der Straßenverkehr kann so überhaupt nicht mehr richtig überblickt und Verkehrsschilder nicht wahrgenommen werden. Die gängigste Sehhilfe bei Kurzsichtigkeit sind Brillen,
die individuell auf den Träger angepasst werden. Bei Kurzsichtigkeit kommen so genannte konkave Brillengläser zum Einsatz, die mit dem geschwächten Auge zusammenarbeiten und das Licht vor der Bündelung entsprechend verlängern. So findet die Bündelung genau im Punkt des schärfsten Sehens statt, was Betroffenen eine nahezu perfekte Sehfähigkeit zurück gibt.
Die richtige Brille bei Kurzsichtigkeit
Nicht jeder trägt gern eine
Brille. So ist es nicht verwunderlich, dass viele zögern rechtzeitig zum Augenarzt zu gehen. Aber spätestens bei minus 2 Dioptrien ist bei Kurzsichtigkeit auf jeden Fall eine Brille bzw. eine andere Sehhilfe nötig. Der überwiegende Teil der Menschen, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind setzt auf eine Brille. Lediglich 20% vertrauen auf andere Unterstützungen wie zum Beispiel Kontaktlinsen oder lassen sich operativ helfen.
Mithilfe eines modernen Phoropters werden bei einem Augenarzt oder dem Optiker die Augen auf eine Sehschwäche geprüft, beziehungsweise der Grad der Fehlsichtigkeit gemessen. Hierbei schaut der Betroffene durch eine Art Fernglas und bekommt Bilder und Buchstabenreihen vorgehalten. Der Optiker oder Augenarzt tauscht während des Tests die verschieden starken Gläser vor den Augen immer wieder aus, um so die optimale Sehstärke zu ermitteln. Nach Ermittlung der Dioptrinzahl müssen noch kleinere Messungen durchgeführt werden. Dazu zählen Glasgröße, Bügel- und Stegweite der Brille. Kopfformen, Nasengrößen und Augenabstände sind immer verschieden, deshalb ist jede Brille ein echtes Unikat. Mittlerweile gibt es auch unheimlich viele Formen, Farben und Designs von Brillen, so dass die Wahl oft nicht leicht fällt. Ob Kunststoffgläser, Echtglas oder Brillengläser mit speziellem UV-Schutz - die Auswahl ist heutzutage enorm, weshalb Brillen sogar häufig nur als modisches Accessoire getragen werden und nicht, weil eine Kurzsichtigkeit vorliegt.